Porträts bei Vollmond

Als ich vor einigen Wochen des Nachts und bei Vollmond mit dem Auto unterwegs war, kam mir spontan eine Idee in den Kopf. Warum nicht mal Porträts in einer in Mondlicht getauchten Landschaft machen? Aber wie macht man das am besten? Hat das vielleicht schon mal jemand gemacht? Bei Google konnte ich irgendwie nix zu dem Thema finden. Scheinbar war ich der Einzige der bisher auf so ne Blöde Idee gekommen ist.... vielleicht auch aus gutem Grund?

 

Egal, probieren geht über studieren. So öffnete ich meine Astronomie App auf dem Smartphone und checkte gleich mal die nächsten paar Vollmondtermine. Und die fielen glücklicherweise alle auf ein Wochenende... Perfekt! Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen und... ach ja... ein Model brauchte ich ja auch noch. Nach kurzem Überlegen fiel meine Wahl schnell auf Nadine. Ich hatte sie schon mehrmals vor der Kamera. Das erste mal in ihrem Mittelalterkleid im Sachsenhain in Verden. Und das zweite mal mit ihrem Pony "Picasso". Und was würde besser passen als eine mittelalterliche Prinzessin im Mondlicht? Genau... nichts! Also fragte ich die Nadine ob sie Lust hätte mal mit mir nachts, im dunkeln, irgendwo in der Wildnis Fotos zu machen.

 

Sie lies sich nicht zwei mal fragen und so warteten wir den nächsten Vollmondtermin ab, den wir aber aus zeitlichen Gründen beide nicht wahrnehmen konnten. Beim zweiten Termin war es dann soweit. Das Wetter war trocken, nicht zu kalt und am wichtigsten... es war sternenklare Nacht. So machten wir uns also nach dem Ende der blauen Stunde auf den Weg in die hiesige Marsch.

 

Mir war klar, dass es nicht einfach werden würde. Und es wurde dann doch noch schwieriger als ich dachte. Die größte Herausforderung war es wohl für die Nadine, so lange still zu halten. Weil, auch wenn der Vollmond recht hell ist, muss man schon sehr lange belichten damit die Landschaft ausreichend hell auf dem Foto erscheint. Nach einigem rum probieren fand ich dann 5 Sekunden Belichtungszeit als angebracht. 5 Sekunden durfte sich die Nadine also nicht bewegen bevor sie dann am Ende noch von der aufgebauten Softbox aufgehellt wurde. Ich habe auch ein wenig mit "Geisterfotos", also Bildern auf denen sich gezielt während einer Langzeitbelichtung bewegt wird, experimentiert. Fand am Ende aber die "Stillhalte-Variante" von den Ergebnissen her am besten. 

 

Im großen und ganzen war es eine sehr interessante Erfahrung und danke noch mal an Nadine (und ihren Freund), dass ihr den Spaß mit gemacht habt. :-) Aber nun viel Spaß mit den Fotos!

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Kommentare: 2
  • #1

    Iona Cavalier (Donnerstag, 02 Februar 2017 05:03)


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  • #2

    Dewey Magby (Samstag, 04 Februar 2017 16:38)


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